Pepakura

 

 

...oder

Wie man einen japanischen Papieradler baut

 

Zuerst lädt man, weil man von der Alpha-Mailingliste dazu angestiftet wird, von der Adresse
http://www.domatine.com/site.htm
die Baupläne herunter.

Die erste Schwierigkeit ergibt sich bei der Größe der Vorlagen. Wenn man nicht zufällig einen Plotter bei sich zu Hause am Balkon geparkt hat und obendrein vielleicht auch erstaunlicherweise keinen Platz für einen über 50cm großen alphanischen Adler hat, muss man sich mit seinem unspektakulären A4-Drucker zufriedengeben, bei "Seite einrichten" auf 66% gehen und die Teile so ausdrucken, dass es sich mit der Seitengröße ausgeht (Papier: ~100g/m2). In mühevoller Kleinarbeit wird alles ausgeschnitten.

Dann bemerkt man schon, dass man die Anleitungen nicht lesen kann, weil sie in einem Format verfasst sind, das der Computer nicht kennt:

?

Weil ja ohnehin alle Einzelteile schon sehr adlerähnlich aussehen, ist man der Meinung, auch ohne Anleitungen auszukommen, und fängt an herumzukleben, was das Zeug hält.

Dann wundert man sich kräftig, wie man die auf diese Weise gewonnenen, seltsamen Teile denn zu einem Adlermodell zusammenbauen soll.

......

Doch Halt! - Fangen wir ganz von vorne an!

Am Anfang war das Wort...

Eben nicht! Denn am Anfang waren vier Bögen mit Adler-Einzelteilen und eine POD-Anleitung ohne Worte. Neugierig, wie man ist, interessiert man sich zwar nicht dafür, was eine POD-Datei ist, sondern nur, wie man sie lesen kann.
Man findet heraus, dass es sich um ein Plain Old Document handelt, das man seeeehhr leicht in andere Formate umwandeln kann.
Wenn man eine Ahnung von Perl hat.
Hat man aber nicht.

Also macht man sich wieder auf die Suche und findet Juhuuu!! auf
http://www.tamasoft.co.jp/pepakura-en/
einen Pepakura-Viewer, der einen in Sachen Adler-Modell erleuchten soll. Und tatsächlich zeigt er Adler und Einzelteile, und wo was hingehört, und wie was zusammengeklebt werden muss!

Besonders nützlich ist die Funktion, mit deren Hilfe man die einzelnen Flächen rechts mit der dazu korrespondierenden Ansicht des fertigen Modells vergleichen kann (kleines Quadrat mit gelbem Fragezeichen in der Menüleiste). So sieht man auch zB, dass man einige Teile erneut ausdrucken und -schneiden muss...

  
Düse

Als nächstes bemerkt man, dass der Modellkonstrukteur und -zeichner etliche Fallstricke und Fehler in die Vorlage eingebaut hat, um den unbedarften Hobby-Adler-Bastler in die Pfanne zu hauen. Aber von solchen lächerlichen Kleinigkeiten lässt man sich nicht memmenmäßig entmutigen und stürzt sich fröhlich auf die Bezwingung des Feindes:

Bogen 1
Bogen 2
Bogen 3
Bogen 4

Hilfreich sind Zahnstocher zum Auftragen des Klebstoffs, eine alte Kreditkarte o.ä. zum richtigen Falzen der Klebeflächen und ein scharfes Auge (oder besser zwei).
Die Teile sollte man lieber nicht noch kleiner wählen (<66%), weil sonst ein Mikroskop zum Falten und Kleben der Kleinteile nötig ist!  :-)

Und so sieht er dann aus, am Ende...

    

 

 

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